„Handwerk hat doppelten Boden“ -Daniel Kehlmann: RUHM

ruhm1Es gilt als ziemlich sicher, dass Autoren nach einem Erfolgsbuch nur zwei Arten von Nachfolgewerken schreiben können: eins, das im Prinzip das gleiche Buch ist wie der hochgelobte Vorgänger oder eins, mit dem der/die Autor/in scheitert, weil es die Leserschaft nicht wie gewünscht erreicht (sei es, weil es einfach schlecht ist – sei es, weil es einfach zu gut ist). Im schlimmsten Fall hat sie/er ihr/sein Innerstes nach Außen gekehrt und viel von sich preisgegeben, um nun Opfer von allerlei Häme zu werden.

So sehr sich Autoren wünschen mögen, einmal das eine, das Super-Buch zu schreiben (und dieses auch als solches gelesen, besprochen und verkauft zu erleben), so sehr wird es auch zum Fluch, nach all den Interviews, Lesereisen, Huldigungen und Preisverleihungen an den Schreibtisch zurückzukehren. Der Verlag drängelt, die Journalisten fragen, die Leser bitten – was tun schreiben? Wo es doch komplett aussichtslos ist, ein weiteres derart erfolgreiches Buch schreiben zu können?

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Das ZDF bereitet sich auf eine neues Literaturmagazin vor. Ab Mai will man die Sendung mit Amelie Fried und Ijoma Mangold auf dem Sendeplatz von lesen! ausstrahlen.

Für den „Preis der Leipziger Buchmesse“/Belletristik nominiert sind Wilhelm Genazino („Das Glück in glücksfernen Zeiten“), Reinhard Jirgl („Die Stille“), Daniel Kehlmann („Ruhm“),  Sibylle Lewitscharoff („Apostoloff“), Andreas Maier („Sanssouci“) ud Julia Schoch („Mit der Geschwindigkeit des Sommers“). Spannend bleibt es bis zum 12.März.

Der Deutsche Hörbuchpreis 2008 ging u.a. an Manfred Zapatka (als Bester Interpret) und dessen Lesung der „Ilias“ und Sven Regener (Beste Fiktion) für „Herr Lehmann“.

Charlotte Roche erobert nun auch die englischen Medien den britischen Buchmarkt.

Die 10 international erfolgreichsten Autoren des Jahres 2008 sind Khaled Hosseini, Ken Follett, Stieg Larsson, John Grisham, Stephenie Meyer, Muriel Barbery, J K Rowling, Carlos Ruiz Zafón ud Henning Mankell.

Zu den am meisten gestohlenen Büchern Großbritaniens gehören Tolkiens „Der Herr der Ringe“, die Terry-Pratchett-Romane und die Harry-Potter-Bücher.

Der Rowohlt-Verlag klagt wegen dessen „Ruhm“-Vorabkritik gegen den Spiegel.

Nachdem der Autor Daniel Fleisch in den Amazon-Rezensionen zu seinem Buch „A Student’s Guide to Maxwell’s Equations “ von einem unvollständigem Exemplar lesen musste, setzte er sich ins Flugzeug und brachte dem unglücklichen Amazon-Kunden persönlich eine vollständige Ausgabe des Werks nach Hause.

Ob die Blutspuren auf einem Ledersofa in Sankt Petersburg tatsächlich von Alexander Puschkin stammen, wird derzeit von einer Gruppe russischer Wissenschaftler untersucht. Angeblich handelt es sich um das Sofa, auf dem der russische Dichter 1837 nach einem Duell starb.

aestivate„, „beatific„und „caliginous“ gehören laut alphadictionary.com zu den 100 schönsten englischen Wörtern. Was sie bedeuten und wie die anderen 97 lauten gibt es HIER nachzulesen.