Bachmannpreis 2009

Mit den Preisträgern kann man leben, aber die rechte Begeisterung will sich nicht einstellen. Dennoch kann man (augenzwinkernd) grinsend auch wieder Vergnügen zugeben, diese immer etwas groteske Veranstaltung zu verfolgen.

Was fehlt:

  • etwas weniger ausgelutschte Themen
  • interessante Figuren
  • Jury-Enthusiasmus
  • weniger prätentiöse Porträtfilme (bitte keine Autor/in-am-Schreibtisch-Szenen mehr!)
  • fähigere Frauen

Bachmannpreis 2009 – zweiter Tag

Der 2.Tag und Teile der Jury enttäuschen weit mehr als die Texte.

Mit Ralf Bönt war ein Favorit auszumachen. Von dem wird man noch hören, meine ich und auch, dass seine Erzählung viel weniger mit Kehlmann zu tun hat als vor Ort und im Netz teilweise behauptet. Gutes Handwerk mit einem noch besseren Maß an Besonderheiten.

Ebenso hat Jens Petersen einen Eindruck hinterlassen und auch dieser würde einen Preis rechtfertigen.

Thematisch: Flüchtlinge, Naturwissenschaftler, Mietshausgeräusche, Krankheit und Tod = der alltägliche Querschnitt eben.

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Bachmannpreis 2009 – erster Tag

Tag 1 in Klagenfurt und die großen Texte kommen wohl erst noch. Ein wenig Kafka, reichlich „Ich-Sätze“ und die viel zu artige Jury…

Das österreichische (- natürlich!) Papiermampfen war der Pseudo-Höhepunkt und damit auch gleich der mitleiderweckende Tiefpunkt. Da hat wohl wieder einmal jemand seine 15 Minuten einzufordern versucht. Obwohl er doch eigentlich gar nicht sooo untalentiert geschrieben/gelesen hatte…

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