Anna McPartlin: Die letzten Tage von Rabbit Hayes

Stell dir vor, du hast nur noch neun Tage. Neun Tage, um über die Flüche deiner Mutter zu lachen.

Um die Hand deines Vaters zu halten (wenn er dich lässt). Und deiner Schwester durch ihr Familienchaos zu helfen. Um deinem Bruder den Weg zurück in die Familie zu bahnen. Nur neun Tage, um Abschied zu nehmen von deiner Tochter, die noch nicht weiß, dass du nun gehen wirst…

Oh nein, denkt der Leser, nicht schon wieder ein Buch über Krebs. Nicht schon wieder ein Buch über Tod! Und ich sage: Doch! Dieses Buch über Krebs und Tod in all seiner Vielschichtigkeit ist ein echtes Muss!

Dieses Buch lässt einen oft traurig sein, auch Tränen vergießen, aber es hat durch die Aktionen, Gespräche seiner Protagonisten so viel mehr an guten, schönen und vor allem wirklich komischen Lebensweisheiten für dich und mich parat, dass jede Zeile unbedingt gelesen werden muss.

Wir werden mitgenommen auf eine Reise von Mia „Rabbit“ Hayes, eine Reise, die unweigerlich mit ihrem Tod enden wird. Uns begegnet eine starke Frau, die eine starke Familie hinter sich hat. Wir lernen ihre Familie, Freunde und ihre große Liebe kennen, allesamt Unikate,  jeder einzelne ist auf besondere Weise mit Rabbit verbunden. Dieses Buch verklärt nichts, verschönert nichts, erzählt auf liebevollste Weise durch einen allwissenden Erzähler die Gedanken von Rabbit selbst, ihrer Familie und Freunde, wie der Weg vom Leben in den Tod auf wundervolle Weise geschehen kann.

Original veröffentlicht: 19. Juni 19 2014. Deutsch erschienen im Rowohlt Taschenbuch, März 2015. 461 Seiten.

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